Fette

Fett ist besser als sein Ruf. Neben Kohlenhydraten und Proteinen ist es einer der bedeutendsten Stoffe, aus denen der menschliche Organismus aufgebaut ist. Die Zellstruktur des Körpers wird durch die Aufnahme von Fetten beeinflusst. Auf welche Weise dies geschieht, steht in Abhängigkeit zu der Fettart.

Der Nutzen von Fetten

Fette erfüllen im Körper wichtige Aufgaben. Mit ihrer Hilfe werden lebenswichtige Fettsäuren sowie fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, D, E und K durch die Darmwand ins Blut transportiert. Dadurch kann der Körper diese wichtigen Nährstoffe optimal aufnehmen. Ferner bilden sie eine schützende Hülle um die menschlichen Organe. Nahezu die Hälfte des Körperfetts befindet sich unter der Haut. Dadurch werden nicht nur die Hüften und der Po geformt. Das Fett hilft auch dabei, Schwankungen der Temperatur auszugleichen. Auch Veränderungen des Blutzuckerspiegels werden vermieden. In diesem Nährstoff kann ferner in sehr konzentrierter Form Energie gespeichert werden. Für die Funktion von Enzymen und Hormonen ist das Fett ebenfalls unerlässlich. Selbst das menschliche Gehirn ist auf die Aufnahme von hochwertigen Fetten angewiesen. Neben diesen lebenswichtigen Aufgaben ist es zudem der Nährstoff, welcher am längsten im Magen verbleibt. Er verlangsamt die Salzsäureproduktion, welche für die Verdauung entscheidend ist. Dadurch erzeugen Fette ein langes Sättigungsgefühl.

Das Fett als natürlicher Geschmacksträger

Fett ist ein natürlicher Geschmacksträger und gibt dem Essen einen köstlichen Geschmack. Dies begründet sich darin, dass es die Aromastoffe an die Moleküle binden kann. Dadurch können sich die Aromen besser entfalten. Ferner kann Fett den Braten knusprig und die Backwaren saftig machen. Hierbei sollten jedoch die Menge und die Art des Fettes berücksichtigt werden. So verzehrt der Durchschnittsdeutsche 140 Gramm Fett pro Tag. Damit wird die empfohlene Tagesmenge um das Doppelte überschritten. Ein Konsum von bis zu 80 Gramm Fett entspräche einem kleinen Stück Margarine oder Butter sowie einem Löffel Öl zur Essenszubereitung. Das restliche Fett verbirgt sich in Lebensmitteln wie beispielsweise Nüssen, Milch, Fisch, Käse, Wurst, Fleisch oder Ei. Um Fett in der täglichen Ernährung einzusparen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Vorhaben kann beispielsweise durch folgende Tipps realisiert werden:

  • Abstand nehmen von Fertigprodukten, Pommes frites sowie Mayonnaise
  • Bevorzugung von mageren Fleischstücken
  • Fleisch nicht panieren
  • Fleisch und Fisch sollten gegrillt oder gedünstet werden
  • Verwendung von fettarmen Milchprodukten

Unterschiedliche Fette

Im Segment der Nahrungsfette gibt es eine Unterscheidung in ungesättigte und gesättigte Fettsäuren. Wenn der Anteil an gesättigten Fettsäuren groß ist, hat das Fett bei einer normalen Raumtemperatur eine harte Konsistenz. Mit Ausnahme von Palmkernfett und Kokosfett kommt es von Tieren. Ist der Anteil an ungesättigten Fettsäuren sehr hoch, präsentiert sich das Fett flüssig oder weich. Meist stammt es von Nüssen, Oliven oder Samen. Es gibt jedoch auch Fischöl, welches einen positiven Einfluss auf die Gefäße haben soll. Die ungesättigten Fettsäuren können zudem genauer unterteilt werden. So gibt es einfach und mehrfach ungesättigte Fette. Da der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann, sind sie für eine gesunde Ernährung unentbehrlich. So machen Fette die Zellwände elastisch und geben der Haut eine glatte sowie straffe Optik. Ferner transportieren sie Cholesterin und nehmen Einfluss auf die Gehirn- sowie Nervenfunktion.

Anmerkungen zur „guten Butter“

Zu Großmutters Zeiten wurde auf die gute Butter geschworen. Auch Sterneköche greifen gern zu diesem sehr fettreichen Nahrungsmittel. In der Tat werden Gerichte mit einigen Flöckchen Butter sehr aromatisch. Auf sie muss auf dem Speiseplan nicht grundsätzlich verzichtet werden. Wenn sie nicht in Übermaß konsumiert wird, kann die Butter sogar einen Beitrag zur Gesundheit leisten. Sie ist reich an gesunden, ungesättigten Fettsäuren. Ferner ist sie eine sehr gute Quelle für fettlösliche Vitamine. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass der Fettanteil in einer gewöhnlichen Margarine genauso hoch ist wie in Butter.

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