Volumetrics Diät

Bei der Volumetrics-Diät dreht sich alles um die besonders wasserreichen Lebensmittel und Speisen, welche gleichzeitig eine niedrige Energiedichte haben. Der Diät-Trend aus Amerika verspricht eine gute Gewichtsabnahme, ohne dass man bei der Durchführung hungern muss. Entwickelt wurde diese Diätform von der Ernährungsforscherin Barbara Rolls, welche in eigenen Versuchen festgestellt hatte, dass das Volumen der einzelnen Mahlzeiten ausschlaggebend für das Sättigungsgefühl sind und nicht der Energiegehalt von diesen. Die Grundsätze der Volumetrics-Diät finden sich in vielen anderen Diätvarianten wieder und das Prinzip der Lebensmittel mit einer niedrigen Energiedichte wird auch bei der Prävention von Übergewicht eingesetzt.

So funktioniert Volumetrics

Bei dieser Diät gibt es keine Verbote – es darf also alles gegessen werden. Dabei sollte jedoch der Großteil der Speisen aus den volumenreichen Lebensmitteln mit einer niedrigen Energiedichte bestehen. Wer sich bereits mit der Ernährung beschäftigt hat, der weiß, dass jedes Lebensmittel eine unterschiedliche Energie für den Körper liefert (sie haben unterschiedliche Kalorien). Wasser enthält dagegen keine Kalorien – folglich haben Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt weniger Kalorien auf das Volumen gemessen. Dadurch ergibt sich auch bei einer täglichen Kalorienaufnahme von nur ca. 1200 Kalorien ein gutes Sättigungsgefühl und der Weg zum Wunschgewicht rückt ohne Verzichtsgefühle schnell näher.

Daneben gibt die Volumetrics-Diät weitere Empfehlungen:

  • Nur essen, wenn man tatsächlich Hungergefühle spürt.
  • Ausreichend und zu jeder Mahlzeit trinken.
  • Mahlzeiten immer in Ruhe und mit ausreichend Zeit zu sich nehmen.
  • Energiereiche Lebensmittel weitestgehend meiden.

Der Unterschied der Volumetrics-Diät zu ähnlichen Diätvarianten liegt vor allem darin, dass hier keine Verbote sondern Gebote gemacht werden. Das Prinzip ist dabei ganz einfach: wird mehr von etwas Kalorienarmen gegessen, wird automatisch weniger von den kalorienreichen Speisen gegessen. Dabei handelt es sich bei Volumetrics weniger um eine zeitlich begrenzte Diät, sondern vielmehr um eine dauerhafte Ernährungsumstellung.

Was darf man bei Volumetrics essen?

Wer den Ernährungsprinzipien von Volumetrics folgt, der isst sich hauptsächlich an sehr wasserreichen Speisen satt. Eines der wichtigsten Gebote ist dabei die ausreichende Trinkmenge, wobei vor allem folgende Getränke getrunken werden sollten:

  • Wasser
  • ungesüßte Kräuter- und Früchtetees
  • ungesüßter Kaffee und schwarzer Tee

Bei den Speisen sollte der Verzehr von sehr fettreichen Produkten mit einem hohen Anteil von ungesunden Fetten eher gemieden werden – demnach gehören Fleisch, Butter und Wurst selten auf den Speiseplan. Stattdessen sollte den frischen Speisen der Vortritt gegeben werden, dabei ist vorwiegend auf einen ausreichenden Einsatz von Obst und Gemüse zu achten. Ebenso macht auch die Verarbeitung der einzelnen Speisen einen deutlichen Unterschied laut Frau Rolls. Demnach bieten wasserreiche Speisen wie eine Suppe eine schnellere und länger anhaltende Sättigung als die gleichen Zutaten in Form eines Auflaufs.

Welche Vorteile bietet Volumetrics?

Durch das Prinzip der Gebote statt Verbote wird eine gute Motivation erreicht – jeder isst lieber von etwas mehr, als etwas komplett von seinem Speiseplan zu streichen. Dabei kann man bereits durch das zusätzliche Essen von Gurken und Tomaten beispielsweise eine ansonsten kalorienreiche Mahlzeit deutlich kalorienärmer gestalten.
Bei Volumetrics sind keine teuren Zusatzprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel notwendig, wodurch sich diese Diätvariante einerseits gut in den normalen Alltag integrieren lässt und zudem auch keine Kosten verursacht.

Und wie sieht es mit den Nachteilen von Volumetrics aus?

Die Studien zu dieser Diät wurden bisher nur an Einzelpersonen durchgeführt – größere Studien und dementsprechend wissenschaftlich belegte Nachweise fehlen bislang. Zudem erweist sich die Theorie von Frau Rolls, dass alleine das Volumen von Speisen ausschlaggebend für das Sättigungsgefühl ist als falsch – zwar spielt das Volumen eine wichtige Rolle für das Sättigungsgefühl, jedoch müssen dabei auch ausreichend Nährstoffe aufgenommen werden. Ein Glas Wasser alleine sättigt nicht.

Resümee

Diese Diätvariante entspricht in ihren Grundlagen der gesunden Ernährung und deckt sich damit auch mit den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Die Volumetrics-Diät kann trotz fehlender Studien eine gute Möglichkeit sein, um das Gewicht dauerhaft und dabei gesund zu reduzieren. Durch die einfache Umsetzung lässt sich diese Diätform wunderbar in den Alltag integrieren und vermittelt zudem ausreichend Wissen über gesunde Lebensmittel.