Negative-Kalorien-Diät

Negative Kalorien hat u.a. der Spargel.E r verbraucht der Theorie nach mehr Energie als er in sich hat.

Die Negative-Kalorien-Diät ist das Gegenteil zu den meisten anderen Diäten: Grundprinzip ist es hier, dass Sie sich die überschüssigen Kilos von den Hüften essen sollen. Je mehr, desto besser lautet bei dieser Diätform die Devise – doch natürlich nur von den richtigen Lebensmitteln. Die Negative-Kalorien-Diät ist erst seit einigen Jahren auf dem Markt, doch sie hat bereits zahlreiche Anhänger gefunden und viele Vorher-Nachher-Bilder kursieren über die Diäterfolge im Netz – Grund genug, diese Diätvariante einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

So funktioniert die Negative-Kalorien-Diät

Bei der Negative-Kalorien-Diät sollen Sie so viele Lebensmittel wie möglich mit den negativen Kalorien essen. Dabei handelt es sich laut Theorie um sehr kalorienarme Lebensmittel, welche während ihrer Verdauung mehr Energie verbrauchen, als sie dem Körper liefern. Einfach gesagt: wenn Sie diese Lebensmittel essen, dann muss Ihr Körper für deren Verdauung seine Energiereserven (die ungeliebten Fettpölsterchen) angreifen.
Für die Verdauung der Lebensmittel muss der Körper zuerst einmal Energie aufbringen – die Tätigkeit von Mund, Magen und Darm verbraucht Kalorien (in der Fachwelt spricht man hier von der so genannten Thermogenese). Insbesondere ein hoher Ballaststoffgehalt in den Lebensmitteln fördert den Verbrauch der Thermogenese, da entsprechende Nahrungsmittel eine vermehrte Kauarbeit erfordern und auch die Verdauungstätigkeit im Darm anregen.

Was darf man bei der Negative-Kalorien-Diät essen?

Gegessen werden darf bei der Negative-Kalorien-Diät alles, allerdings sollten Sie hier bevorzugt zu den Lebensmitteln mit den besagten negativen Kalorien greifen. Dabei handelt es sich insbesondere um verschiedene Obst- und Gemüsesorten:

  • Ananas
  • Papaya
  • Grapefruit
  • Orangen
  • Äpfel
  • Mandarinen
  • Brokkoli
  • Gurke
  • Spinat
  • Sellerie
  • Zucchini
  • Grüner Kohl
  • Spargel

 

Diese sollten Sie bei der Negative-Kalorien-Diät natürlich möglichst im frischen und rohen Zustand essen, denn eine Verarbeitung mit zum Beispiel Salatsaucen oder Sahnesaucen würde die Wirkung der negativen Kalorien wieder aufheben. Allgemein wird bei dieser Diät empfohlen, dass Sie fettreiche Speisen nach Möglichkeit meiden und daher auch nur selten zum Beispiel Speck, Wurst, Fertigprodukten sowie Butter verwenden.

Welche Vorteile bietet die Negative-Kalorien-Diät?

Bei der Negative-Kalorien-Diät ist es von großem Vorteil, dass bei den empfohlenen Lebensmitteln keine Begrenzung vorliegt – Sie können sich also problemlos mit einem guten Gewissen satt essen. Auch der hohe Gehalt an Obst sowie Gemüse ist laut Ernährungswissenschaftler empfehlenswert, denn Sie erhalten hierdurch eine Vielzahl an den wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Die Vermeidung von fettreichen Lebensmitteln und Speisen wird auch im Rahmen einer gesunden Ernährung empfohlen und ist sehr förderlich für das Abnehmen, da Fett eine sehr hohe Energiedichte hat. Wenn Sie ein Gramm Fett essen, dann erhalten Sie hierdurch gut 9 Kalorien, während es bei einem Gramm Eiweiß oder Kohlenhydrate nur 4 Kalorien sind. Eine stetige Gewichtsabnahme ist hier also gut zu erreichen, weshalb es sich um eine gute Alternative gegenüber vielen anderen Diätformen handelt.

Und wie sieht es mit den Nachteilen der Negative-Kalorien-Diät aus?

Der größte Nachteil der Negative-Kalorien-Diät ist es, dass die besagte Theorie schlicht und einfach falsch ist. Außer dem normalen Wasser gibt es kein Nahrungsmittel, welches während seiner Verdauung mehr Energie verbraucht, als es dem Körper liefert. Die in den Kalorientabellen angegebenen Kalorien beziehen sich in der Regel bereits auf den Energiegehalt nach Abzug der Thermogenese – auch wenn viele Lebensmittel nur sehr wenige Kalorien enthalten, so sind sie trotzdem noch Energielieferanten für den Körper. Dieses ist besonders daher von Nachteil, da sich einige durch die verheißungsvolle Theorie der Negative-Kalorien-Diät vielleicht auch dazu verleiten lassen, dass Sie die angeblichen Negativ-Kalorien durch kalorienreiche Speisen ausgleichen – es würde dann schnell zu einer deutlichen Gewichtszunahme kommen.

Resümee

Die Negative-Kalorien-Diät ist von ihren Grundzügen her nicht als schlecht zu bewerten und kann bei Einhaltung der Empfehlungen (zusätzliche eher auf fettarme Lebensmittel zurückzugreifen) zu einer gesunden Gewichtsabnahme führen. Dabei sollten Sie jedoch immer im Auge behalten, dass jedes Lebensmittel Kalorien liefert und nicht einfach nur verbraucht.

 

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