Japan-Diät

Bei der Japan-Diät handelt es sich um eine relativ neue Diätvariante, welche sich eng an die Ernährungsgewohnheiten der asiatischen Küche hält. Grund für die Entwicklung dieser Diät ist einfach die Beobachtung, dass japanische Menschen in der Regel keine Probleme mit Übergewicht haben und dabei noch sehr lange Leben. Die Japan-Diät zielt dementsprechend nicht nur alleine auf die Gewichtsabnahme ab, sondern soll den Körper dabei auch möglichst gesund halten.

So funktioniert die Japan-Diät

Die Japan-Diät funktioniert nach dem einfachen Grundsatz: essen, wie die Japaner es vormachen. Daher wählt man aus den sehr vielseitigen Zutaten der asiatischen Küche ganz nach dem eigenen Geschmack aus, welche zudem auch besonders nährstoffreich sind. Der wahrscheinlich größte Unterschied zur westlichen Küche sind dabei nicht nur die Zutaten, sondern auch deren Vielfältigkeit: während hierzulande im Durchschnitt nur ca. 30 verschiedene Zutaten pro Woche gegessen werden, sind es in der traditionellen Japan-Küche sogar knapp 30 verschiedene Zutaten pro Tag.
Neben der Auswahl der Zutaten spielt aber auch das Essverhalten bei der Japan-Diät eine wichtige Rolle, wobei man sich vor allem an das Sprichwort „Hara hachi bu“ halten soll. Dieses meint nichts anderes, als dass man seinen Magen bei den Mahlzeiten nur zu 80% füllen soll. Hierdurch werden automatisch weniger Kalorien aufgenommen, während verschiedene Tricks aus dem japanischen Essverhalten dabei behilflich sein können. Zu diesen gehören:

  • Das Verwenden kleiner Teller und Schälchen zum Essen (die Portionen wirken optisch größer).
  • Gemütlichkeit beim Essen (langsam essen und dabei das Besteck zwischenzeitlich für Gespräche auch einmal beiseite legen).
  • Das Essen bereits dann beenden, wenn man eine leichte Sättigung erreicht hat und nicht nur aus Gründen des Appetits weiter essen.

Wenn Sie diese Diät zeitlich begrenzt durchführen möchten, dann ist hierfür ein Zeitraum von zwei bis vier Wochen angegeben. Empfehlenswerter ist jedoch eine dauerhafte Ernährungsumstellung in Richtung der Japan-Diät, welche jedoch nur in ihren Grundzügen umgesetzt werden muss.

Was darf man bei der Japan-Diät essen?

Bei der Japan-Diät darf praktisch alles gegessen werden, aber natürlich sollten vermehrt die Lebensmittel aus dem asiatischen Raum verwendet werden. Täglich werden bei der Japan-Diät folgende Hauptnahrungsmittel in verschiedenen Variationen gegessen:

  • Reis
  • Sojaprodukte
  • Gemüse

Diese dienen als Grundlebensmittel und sollen zum Sattmachen verwendet werden. Daneben landet vergleichsweise häufig Fisch auf dem Teller, wodurch eine hohe Zufuhr an den herzgesunden Omega-3-Fettsäuren erreicht wird. Möglichst gar nicht beziehungsweise sehr selten sollten dagegen folgende Lebensmittel gegessen werden:

  • Rotes Fleisch und entsprechende Wurstsorten
  • Milch und Milchprodukte
  • Butter
  • Eier

Auch die Zubereitung der asiatischen Speisen spielt eine wichtige Rolle – fettarme Garmethoden im Wok sind hier zu bevorzugen. Insgesamt wird in der traditionellen Japan-Küche nur sehr sparsam Fett verwendet, da hierdurch nicht der Eigengeschmack der Speisen übertönt werden soll.
Als Getränk sollte vorwiegend Grüner Tee getrunken werden, welchem lebensverlängernde Eigenschaften nachgesagt werden.

Welche Vorteile bietet die Japan-Diät?

Die Japan-Diät zeichnet sich vor allem durch positive Auswirkungen auf den Körper aus – die vielfältige Auswahl der Lebensmittel sowie der große Anteil an frischen und nährstoffreichen Speisen sind nachweislich günstig für den Körper. Durch den Einsatz von Gemüse in vielen Variationen werden Kalorien gut eingespart, während es gleichzeitig zu einer guten Sättigung kommt. Ebenso ist es ein großer Vorteil der Japan-Diät, dass hier nicht alleine auf die Auswahl der Lebensmittel eingegangen wird, sondern gleichzeitig auch Empfehlungen zum Essverhalten gegeben werden.

Und wie sieht es mit den Nachteilen der Japan-Diät aus?

Der größte Nachteil der Japan-Diät ist die Praktikabilität sowie auch die hohen Kosten für Lebensmittel. Insbesondere wenn man die japanischen Gerichte selbst kochen möchte, braucht man hierfür eine Vielzahl an Zutaten, welche oft nur in einem asiatischen Fachhandel bezogen werden können. Greift man dagegen häufig zu entsprechenden Restaurants, dann ist meistens mit einem sehr hohen Fettanteil zu rechnen und damit der Diäterfolg fraglich.

Resümee

Die Japan-Diät ist durch die ausgewogene Lebensmittelauswahl sehr empfehlenswert. Da bei ihr allerdings Milch und Milchprodukte nahezu völlig vom Speiseplan entfallen, ist eine dauerhafte Ernährung mit den strengen Vorgaben nicht sinnvoll. Hierdurch würde es schnell zu einem Mangel an dem Mineralstoff Calcium kommen, welcher für die Stabilität von Knochen und Zähnen enorm wichtig ist. Wenn Sie die Japan-Diät dauerhaft in Ihren Alltag integrieren möchten, dann sollten Sie dieses daher nur in einer modifizierten Form machen. Ersetzen Sie hierfür beispielsweise mindestens dreimal pro Woche das rote Fleisch durch Fisch und achten Sie auf viel Gemüse in Ihrem täglichen Speiseplan. Alleine diese kleinen Änderungen können bereits viel für Ihre Figur machen und dabei zu einer guten Gewichtsabnahme führen.