Getreide

Produkte aus Getreide gehören zu den ältesten und bedeutsamsten Nahrungsmitteln. Historiker vermuten, dass bereits 7.000 Jahre vor Christus innerhalb Europa Getreide gezielt angebaut worden ist. Kurze Zeit später konnten die Menschen aus Getreide Brot herstellen, das damals eine Art Fladen gewesen ist. Um das Jahr 0 erfanden die Ägypter den Sauerteig, sodass fortan auch gelockertes Brot verzehrt werden konnte. Heutzutage werden auf der Welt am häufigsten die Getreidesorten Reis, Weizen und Mais angebaut. Die eigentliche Anzahl an unterschiedlichen Getreidesorten ist jedoch immens. Einige Hersteller von Getreideprodukten verwenden verstärkt traditionelle Sorten des pflanzlichen Lebensmittels, zu denen beispielsweise Kamut und Emmer gehören.

Getreide als Kraft- und Energiespender

Das Getreidekorn besitzt für die Pflanze eine bedeutende Aufgabe. Es ist entscheidend an dem Fortpflanzungsprozess beteiligt. Aus diesem Grund ist jedes kleine Getreidekorn für sich ein winziges Kraftpaket, um die Keimung sowie das Wachstum der Pflanze optimal zu unterstützen. Diesen hohen Nährstoffvorteil kann sich der menschliche Organismus in seiner Ernährung zunutze machen. So sind alle Getreidesorten ausgezeichnete Lieferanten von Kohlenhydraten. Im Mehlkörper befindet sich besonders viel Stärke. Stärke wiederum ist das bedeutsamste Kohlenhydrat für die Ernährung. Mindestens 50 % der Kalorien, die ein Mensch täglich zu sich nimmt, sollten aus Kohlenhydraten bestehen. Aus diesem Grund bilden Produkte aus Getreide gemeinsam mit Gemüse und Obst die Grundlage für eine gesunde Ernährung. Daher sollten Getreideprodukte auf dem täglichen Speiseplan stehen. Von Experten wird eine Mindestmenge von 300 Gramm Getreide für einen Erwachsenen empfohlen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass eine Scheibe Brot etwa 50 Gramm Getreide enthält. Wenn es möglich ist, sollten Getreideprodukte in seiner Vollkornvariante verwendet werden.

Vollkorn ist besser als Weißmehl

Neben Kohlenhydraten enthält Getreide weitere wertvolle Bestandteile. Dazu gehören Eiweiß, Fette in hoher Qualität und diverse B-Vitamine. Ferner deckt ein Teelöffel an Weizenkeimöl fast den täglichen Bedarf an Vitamin E für einen Erwachsenen. Des Weiteren sind Getreideprodukte reich an Ballast- und Mineralstoffen. Insbesondere die Randschichten verfügen über einen hohen Wert an Kalium, Eisen, Zink, Magnesium und Mangan. Die Ballaststoffe, welche insbesondere im Vollkorngetreide enthalten sind, unterstützen die Schutzwirkung vor Darmkrebserkrankungen. Vollkorn besitzt stets mehr Nährstoffe als Produkte aus fein gemahlenem Getreide. Der Grund dafür ist einfach. Wird das Korn nahezu vollständig und nur gering unraffiniert verspeist, bewahrt es seine wertvollen Vital- und Nährstoffe. Um das bekannte weiße Mehl herzustellen, werden jedoch Aleuron, Keimling sowie die Randschichten zermahlen. Somit geht der wertvolle Inhalt verloren. Der gesundheitliche Nährwert von Weißmehlprodukten ist daher deutlich geringer. In diesem Zusammenhang ist ferner zu betonen, dass Brot und andere Produkte aus Getreide keine Dickmacher sind. Ein Übermaß an Kalorien wird meist durch die Aufstriche geliefert. Ferner kann Vollkornbrot ein Abnehmen unterstützen, da die Ballaststoffe das Hungergefühl dämmen.